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Sylvia Gräf-Kuschewski

Physiotherapeutin - Achtsamkeitstrainerin & Coach
Eines Vormittags, ich war gerade 17 Jahre alt geworden, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich auf dem Gymnasium nicht das lernen konnte, was mich wirklich interessierte. Ich verließ das Klassenzimmer, gab meine Bücher im Rektorat ab und suchte mir einen Praktikumsplatz in einem Krankenhaus.
Nach einigen Jahren der Selbstfindung absolvierte ich 1984 die Prüfung zur Physiotherapeutin. Im Anschluss war ich in einer Physiotherapiepraxis und im Uniklinikum Großhadern angestellt. Von 1992 bis 2015 war ich selbständig mit eigener Praxis in München. Zu Beginn lag mein Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Neurologie, später wechselte ich in die Fachbereiche Orthopädie und Prävention. Seit 2011 leite ich das Studio P, ein Zusammenschluss selbständiger Therapeuten, Pilates- und YogaTrainerinnen, schreibe Bücher und halte Seminare und Vorträge zum Thema Eigenwahrnehmung.
Durch meine Arbeit war ich vielen Menschen körperlich sehr nah. Mein Arbeitswerkzeug war meine Wahrnehmung, besonders die vielen Gespräche meiner Hände mit den Körpern der Patienten. Diese menschliche Nähe hat mich l°eben gelehrt. Irgendwann bedauerte ich, dass ich der Schönheit, die ich in den Patienten fand, nicht selbst mehr Ausdruck verleihen konnte und ging ins Retreat. In dieser Zeit der Selbstbegegnung entstand mein erstes Buch: Buch MenschSein l°eben – Wie geht das?
Mit meiner Arbeit möchte ich Mut machen, dem eigenen Wesen nachzuspüren, um zu werden, was wir sind: Menschen – alle gleich und dennoch unverwechselbare Unikate. „Du dienst mir indem du mir erlaubst dir zu dienen“, sagen die Franziskaner. Die Einsicht, die meine Patienten mich so lehrten, rufe ich euch heute zu: l°ebt euer MenschSein! Denn sind wir ganz Mensch, echt, sind wir auch menschlich und werden uns und unser L°eben bewahren. Da bin ich mir sicher.

Veröffentlichungen

Buch: MenschSein l°eben - Wie geht das?

Mit Körper, Geist und Achtsamkeit
Ein Buch über die Kraft der Authentizität und die Bedeutung unseres Körpers für ein achtsames, sich selbst bewusstes  L°eben.  Mehr Infos zum Buch gibt es hier

ISBN 978-3-9819087-0-1 | 17,– Euro

Paperback, Format: 21,5 x 21 cm

184 Seiten, cellophaniert, matt

Beiträge

Im Werkbrief der KLJB München zu Laudato Si´: Schöpfungsspiritualität in der Praxis

Techniken der Achtsamkeit: Achtsam l°eben - (Jugend) Gruppen führen

Alle Übungen aus den Beiträgen findet ihr unter Achtsamkeit auf meinem ErdenherzBlog
Mein Text wurde an einer Stelle ergänzt und ich habe ihn damals anscheinend nicht aufmerksam genug Korrektur gelesen :-)) Der Satz: „Jeder von uns ist ein lebendiger Stein der Kirche Jesu Christi“ entspricht nicht meiner Überzeugung. Wenn ich einen Gott habe, dann vereint er alle Kirchen dieser Welt. Wir alle sind für mich Teil einer Kirche, die ich Schöpfung oder unser L°eben nenne und die in allem und jedem zu Hause ist. Es war mir wichtig, das kurz zu erläutern.

Regeln, die mein Handeln leiten:

Ich denke, rede und handle so, wie ich möchte, dass mir andere begegnen. 1. Ich halte Vereinbarungen ein. 2. Ich habe mich zur Ehrlichkeit verpflichtet. 3. Ich stehe zu meinen Bedürfnissen und respektiere die der anderen. 4. Ich übernehme die Verantwortung für meine Entscheidungen / Erfahrungen. 5. Ich gehe achtsam mit mir und meiner Umwelt um. Ich weiß, ich werde an diesen Regeln immer wieder scheitern. Solange dies nicht vorsätzlich geschieht, sind Rückfälle Teil meines Weges zur Verwirklichung einer Kraft, die das Leben positiv verändern und unser Miteinander tragen kann.

Ich habe einen Traum

Es stimmt - wir können nicht die Welt retten, sondern immer nur uns selbst verändern. Doch wie wir uns und anderen begegnen, verändert Mensch für Mensch und damit auch die Welt.
Wir können uns die Welt, in der wir leben wollen nur selber schenken indem wir l°eben, was uns wichtig ist und es dort erstrahlen lassen, wo wir Einfluss haben. So, wie die Sterne. Die fallen auch nicht vom Himmel um zu strahlen. Sie tun es einfach. Ich würde mich freuen auf der Straße, beim Einkaufen oder bei der Arbeit sehen zu können, wie viele wir sind, die die Menschlichkeit wieder in unser L°eben tragen wollen und die Schöpfung als Lebensgrundlage aller Wesen achten und respektieren.

Meine Idee: Um einander zu erkennen und zu sehen, wie viele wir doch sind, könnten wir ein Blatt an unserer Kleidung tragen. Es könnte aus Filz, Gold, Holz, Ton, Papier oder gehäkelt, ein Buchen- Ahorn – Eiche- und ein Blatt der Phantasie sein. Jedes hätte seine eigene Farbe und seinen eigenen Charakter und würde die Vielfalt der Menschen symbolisieren. In vielen Kulturen und in der Wissenschaft, werden die Lebewesen der Erde auf einem  (Stamm) Baum geordnet. Unsere Vorfahren, die Kelten hatten sogar einen Weltenbaum, den Yggdrasil. Wenn euch die Idee gefällt, dann tragt sie weiter in eure Freundes- und Arbeitskreise, damit das Herz der Erde, die Menschlichkeit im Menschen wieder sichtbar wird. Die Goldschmiede Patik in München hat schon kleine, feine Blätter gemacht, die auch sehr gut zum Businessanzug passen….

Ihr könnt mich an meinem Blatt erkennen. Es ist mir Ansporn meinen Maßstäben treu zu bleiben. Die Würde des Menschen ist, wie die Menschlichkeit für mich nicht verhandelbar. Sie hat weder eine Religion, noch eine Nationalität. Sie hat keine Hautfarbe, keine Funktion, Titel oder Preis. Sie ist der Wert des Menschen und sein Recht. Dafür und für den Schutz der Schöpfung, die auch wir Menschen sind, stehe ich, so gut ich kann.